Beratungspraxis Peter Haas-Ackermann

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Symptomverständnis in der Suchtarbeit

Die Bedeutung eines Symptoms kann erkennbar werden, z.B.

A) als unbewusste Identifikation,

B) als Übernahme fremden Schicksals,

C) als Verstrickung aus Loyalität

D) oder in der Nachfolge aus Liebe.

Daraus können sich u.a. folgende Beziehungsfallen ergeben:

1.) Ich lasse in meinen Beziehungen zu, dass die Partner sich selbst zerstörerisch verhalten. Aus einem eigenen unbewussten Bedürfnis nach Liebe heraus unterstützt jemand seine Lieben dabei, dass die sich selbst Schaden zufügen.

 

Man „rettet“ jemanden, wenn man seinen Kräften in die Quere kommt, indem man etwas für ihn tut, was er selbst für sich tun sollte. Mit dieser „Rettung“ verwehrt man dem anderen die Möglichkeit, selbst aktiv und effektiv zu sein. Wenn man jemanden rettet, entwertet und entmachtet man ihn.

 

Jemanden zu retten ist ein unbewusstes Muster, das die Fähigkeit des anderen, zu wachsen und zu lernen, beeinträchtigt.

 

Wenn wir jemandem hilfreich beispringen wollen, müssen wir uns zuerst fragen, ob unsere Hilfe den anderen in irgendeiner Weise entmachtet.

 

Danach müssen wir, um sicher zu gehen, den anderen fragen, ob unsere Hilfe ihn entmachten würde. Es geht also um ermächtigen statt retten.

 

2.) Ich gehe Beziehungen mit Menschen ein, die mir selbst zerstörerische Muster durchgehen lassen. Gegenseitig unterstützen wir uns in unserer Opferhaltung und halten diese Beziehungen aufrecht, weil sie uns erlauben, unser zerstörerisches Verhalten weiterhin fort zu setzen.

 

Bericht zu Rede von Peter Haas-Ackermann zu Drogenfragen (Wiler Zeitung, 26.1.95)

Artikel von Peter Haas-Ackermann zur Drogenproblematik (Wiler Zeitung, 27.1.95)